Die Anfänge des Motorsports

Der Motorsport ist fast so alt wie das Auto selbst. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Besitzer eines Kraftfahrzeuges auf die Idee, die Geschwindigkeit ihrer Gefährte zu messen und leiteten so die Geschichte des Motorsportes ein. Allerdings gab es damals noch einiges zu tun, nicht zuletzt aufgrund schlechter Straßenverhältnisse aber auch, weil die damalige Fahrzeugtechnik schlicht und ergreifend noch nicht so ganz ausgereift war, ließ die Lebensdauer und Zuverlässigkeit der damaligen Fahrzeuge durchaus Luft nach oben. So gingen die Fahrer der ersten Autos, die sich mit Radfahrern, Eisenbahnen und auch Reitern maßen, aus ihren Wettfahrten zwar in Sachen Spitzengeschwindigkeit meist als Sieger hervor, die Ausdauergeschwindigkeit der Fahrzeuge ließ aber einiges zu wünschen übrige. Einer der Gründe dafür mag die Tatsache sein, dass man zum volltanken damals statt zur Tankstelle zur Apotheke fuhr, in der man kleine Mengen Kraftstoff kaufen konnte.

Zwar weckten diese Rennen von Beginn an so manches Interesse, die damaligen Autohersteller wollten von diesem Sport aber zunächst nichts wissen und bewahrten Abstand. Ihre motorisierten Gefährte sollten nicht als Rennwagen gebraucht werden, sondern dienten dem Zweck, seinem Besitzer höchsten Fahrkomfort zu bieten.

Es verging allerdings nicht zu viel Zeit, bis auch die Hersteller der damaligen Autos bemerken, dass die Rennen, die jede Menge Zuschauer anlockten, einen überaus positiven Werbeeffekt für die siegenden Autos hatten, so dass die anfängliche Zurückhaltung von produzierender Seite sich bald legte.

So wurden Autorennen schon bald nach ihrer Erfindung zu in der Tageszeitung beworbenen Events, an denen die Menschen der Umgebung nur zu gerne teilnahmen. Häufig fanden diese Rennen als Rundfahrten statt oder verliefen zwischen zwei Großstädten. Das erste große Autorennen führte im Jahr 1894 von Paris nach Rouen. Nachdem die Strecken zunächst stetig länger wurden, beschränkte man sich bald danach wieder auf kürzere Strecken, da es auf den langen Strecken gehäuft zu schlimmen Unfällen mit zahlreichen Toten gekommen war. Man ging schnell dazu über, die kurzen Strecken mehrfach zu fahren, was letztlich zu den heute üblichen Rundstreckenrennen führte.

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