Motorsport ist nicht nur heutzutage ein beliebtes Hobby. Schon vor vielen Jahren wurde Motorsport ausgeübt. Gerade in den Jahren zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg lebten vielen Menschen ihren Geschwindigkeitsrausch aus. In der Zwischenkriegszeit waren die Motoren durch den ersten Weltkrieg weiterentwickelt und zu höheren Leistungen fähig, sodass die Jahre zwischen den Kriegen im Zeichen des Motorsportrausch und Geschwindigkeitsrausch standen.
Die verbesserten Motoren erbrachten nicht nur eine höhere Leistung, sie ermöglichten auch höhere Geschwindigkeiten und stärke Zugkraft. Diese Werte lagen weit über dem, was in der Regel für den Straßenverkehr notwendig war.
Aus diesem Grund wurden erstmalig Rennstrecken angelegt, auf denen sehr hohe Geschwindigkeiten möglich waren. Darunter fallen zum Beispiel die AVUS in Berlin und die Monza in Italien. Die AVUS ist besonders bekannt und beliebt wegen ihrer langen Geraden und die Monza ist interessant durch ihre überhöhten Kurven. In Belgien in Spa-Franchorchamps wurde ein Kurs nur aus Landstraßen gebaut, dieser führt über Ortsumfahrungen. Hier sind hohe Geschwindigkeiten möglich.
Noch schneller als die Ausbauten der Strecken ging der technische Fortschritt voran. Viel schneller wurden neue Motoren oder technische Ausstattungen entwickelt als man sich im Jahre 1934 bei der Einführung der neuen Regelungen für den Grand-Prix-Rennsport vorstellen konnte. Schon 1937 konnten die Rennwagen Leistungen von 500 PS und mehr erreichen. Die Spitzengeschwindigkeiten lagen bei mehr als 300 km/h. Einige Fahrzeuge haben sogar 400 km/h überschritten und damit Rekordfahrten aufgestellt. Aber nicht nur die Rennwagen wurden schneller, besser und beliebter. Auch in der Gattung der Motorräder erlebten die Höchstgeschwindigkeiten einen Anstieg. Schon im Jahr 1929 konnte Herbert Le Vack einen Weltrekord aufstellen, in dem er 207,73 km/h Höchstgeschwindigkeit auf den Tacho brachte. Dieser Rekord wurde allerdings acht Jahre später von Eric Fernihough gebrochen, denn er konnte 273,244 km/h vorweisen.


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